die laengste schlange der welt
wie ihr seht sind wir wohlbehalten in costa rica angekommen. dem geht aber eine kleine geschichte voraus. nachdem die kathrin mich wieder vollstandig gesund gepflagt hatte gings mit dem boot wieder aufs festland und mit einem bus in die haesslichste stadt der welt mit dem namen "san pedro sula". dort haben wir in einem hotel eingecheckt in dem die zimmer eher wie gefaengniszellen aussahen. war ja aber nur fuer eine nacht.
in ganz mittel amerika gibt es die sogenannten tica busse. mit denen kommt man durch ganz mittelamerika, quasi von mexico bis panama. unser plan war eigentlich von honduras aus bis costa rica nen bus zu nehme. es gab aber nur noch 2 plaetze bis nicaragua. kurzerhand haben wir den bus nach nicaragua genommen. unsere endstation war die hauptstadt von nicaragua: managua. bis dahin wurde aber erstmal noch der bus 2 mal getauscht, der grund: panne. wir kamen ungefaehr und 9 uhr nachts an, und die ganze stadt war dunkel. eine richtige city of crime also. an der busstation haben wir uns dann ein hotel ausgesucht das nicht weit weg war. ein typ vom hotel hat uns dann auch gleich abgefangen und uns zum hotel eskortiert, weil man, wie er gesagt hat, nachts besser nicht auf der strasse rumlaeuft. wir habens ihm direkt geglaubt do wies da aussah. am naechsten morgen gings dann wieder zur tica busstation, in der hoffnung einen bus nach costa rica zu erwischen. denkste! es war alles ausgebucht. auch bei anderen busunternahem war kein platz mehr nach costa rica fuer 2 deutsche rucksackreisende. was macht man in so einer situation? man entschliesst sich fuer einhiemische busse, was wir ja in asien oefter gemacht haben. also gings mit dem taxi zur busstation, die eher nach markt als busstation aussah. auf dem weg dort hin hat uns der taxifahrer immer wieder gesagt wie gefaehrlich die busstation ist, und dass wir bloss niemandem vertrauen sollen, und bloss in den bus einsteigen sollen mit der richtigen endstation. hat nicht lange gedauert und wir sassen im richtigen bus richtung grenze nach costa rica. zuvor wollten uns aber alle moeglichen verkaeufer aepfel, aepfel, aepfel oder pollo pollo pollo oder fresca, fresca, fresca andrehen. und ungelogen die laufen durch die busse und wiederholen andauernd ohne pause was sie verkaufen wollen. sehr lustig!
nach einer 3 stunden busfahrt mit einem saunabus wurden wir an der grenze ausgeladen und standen erst mal ratlos rum. aber wir haben festgestellt man muss einfach zu laufen und irgendwie schleussen die einen dann durch. zuerst muss man erstmal 1 dollar zahlen um ins niemandsland zu kommen. im niemandsland irrt man dann ein weilchen umher bis man ein hauesschen findet wo man fuer 2 dollar seinen ausreisestempel aus nicaragua bekommt. dann gehts zu fuss ungefaehr 500 meter richtung grenze nach costa rica, wo man der laengsten schlange der welt begegnet.
von weitem sieht man schon ganz viele menschen hinter einander stehen die sich mal schneller und mal weniger schnell im entengang vorwaertsbewegen. wir haben uns gedacht die stehen bestimmt fuer busse ins landesinnere an. hat sich aber herausgestellt, dass all die menschen einen einreisestempel nach costa rica wollten. was soll man also machen. man sucht irgendwo das ende der schlange und stellt sich ungefaehr 3 stunden in bruetender hitze an. vom ende der schlange aus kann man auch den anfang der schlange sehen, aber wie das mit schlangen eben so ist, schlaengelt sie sich eine ganze weile um ecken , und wenn man so mitten drin steht, quasi im verdauungstrakt der schlnage, ist weder ende noch anfang in sicht. wenn man nach 3 stunden dann endlich ins gebaeude der grenzstation kommt wird einem dann auch klar warum es so lange gedauert hat. die grenzer lassen immer nur grueppchen von ungefaehr 10 leuten rein, und drinnen sitzen die langsamsten beamten der welt, die einen mit nem fragenden blick ankucken, ungefaer nach dem motto was man hier will. und weil die grenzer soooooo lange fuer nen stempel brauchen wird die laengste schlange der welt natuerlich immer laenger und laenger.
nachdem wir der schlange entkommen waren und unseren einreisestempel nach costa rica im reisepass hatten, gings mit dem bus nach liberia. aber der werte leser kann es sich wahrscheinlich schon denken, nicht ohne panne und den bus zu tauschen. das hat sich aber als ziemlich lustig herausgestellt, denn als es ans bus tauschen ging hat sich jeder costa ricaner wie ein kleines kind benommen, und ist wie der teufel zum kreuz und quer zum anderen bus gerannt. die plaetze sind natuerlich begrenzt und die busse hoellisch ueberfuellt. wir haben uns tot gelacht, und haben natuerlich nur nen stehplatz nach liberia bekommen. als der bus dann in liberia (ungefaehr nach 3 stunden) ankam, ging das gehetze wieder von vorne los, weil jeder der erste sein wollte der aus dem bus raus kommt. die spinnen die costa ricaner. wir haben gedacht die asiaten sind stressig im bus aber hier drehen die regelrecht durch in den bussen. der bus war so voll, dass man nicht haette umfallen koennen, und durch das ganze gedranege hat sich natuerlich wieder einer durchgedrueckt und wollte fresca, fresca, fresca oder pollo, pollo, pollo loswerden. zum totlachen sag ich euch.
morgen gehts dann erstmal mit nem bus, hoffentlich wird die busfahrt genauso lustig, an die pazifikkueste von der aus wir uns wieder melden.
bis denne!!!
VIETNAMBILDER
auf einer Insel in der Karibik ... und ne Buddl Rum!
Ja, ihr habt richtig gelesen wir sind auf einer kleinen Insel in der Karibik. Seid ihr auch alle schoen neidisch?
Der Rum musste aber leider bissher noch warten, da der Michi krank war und 2 Tage nur im Bett verbracht hatte. Jetzt gehts ihm aber wieder gut und heute abend gibts hier ein Konzert am Strand und da werden wir dann endlich mal alle Klischees erfuellen. Da die Bay Islands in Honduras ja anscheinend einer DER Tauch- und Schnorchelspots der Welt sein sollen, waren wir natuerlich auch schon schnorcheln. Also ich muss ja sagen, dass mir bissher immernoch Indonesien zum schnorcheln am besten fand. Aber wir haben hier doch einige interessante Fische gesehen, sowie Baracudas, fliegende Fische, nen Papageienfisch,... und nen Wahlhai! Ne ne, den leider nicht, aber der kommt hier tatsaechlich gelegentlich vorbei. Letzte Sichtung: 18. Juni. Auch sonst gibts hier fuer Biologen viele Tiere zu bestaunen (was wir natuerlich ausgiebig tun). So haben wir Kolibris beim Necktarsammeln bestaunt, Pelikane beim fliegen und gleiten beobachtet, eine Kakerlake auf Erkundungstour durch unser Zimmer verfolgt und auch schon einen wilden Utila-Leguan beim sonnen gestoert. (Der Utila-Leguan sagt vielleicht einigen Biologen was, da in der Mainzer Uni immer Zettel fuer ein schweine teures Praktikum aushaengen.) Morgen werden wir dem Inselleben dann wahrscheinlich wieder den Ruecken zukehren (falls uns der Rum nicht dazwischen kommt) und uns weiter auf den Weg Richtung Sueden machen.
Fotos gibts dann endlich naechstes Mal, versprochen!
Arr! Arr!
Hola Amigos
wir haben uns ja schon lang net mehr gemeldet, was wohl ein bisschen mit unserer faulheit zu tun hatte. aber immerhin haben wir eine woche die schulbank in antigua gedrueckt, und da ging dann immer erst mal gar nix danach. wie man auf der weltkarte sehen kann sind wir im moment in der scheisse karibik. ist aber ueberhaupt net scheisse. gefaellt uns hier echt gut. bisschen kultur war auch dabei in guatemala. wir haben tikal besichtigt, was unglaublich alte mayaruinen sind. ich galub apocalypto spielt dort. morgen gehts bei uns weiter nach honduras, genau genommen nach tela an die naechste karibikkueste. von dort gibts dann mal wieder nen ausfuehrlichen bericht und hoffentlich auch fotos.
adios, michi und kathrin
p.s.ich hab schon fast alles an spanisch wieder vergessen (michi)